Jahresbericht 2024, Dirigentin Simone Cotting

Jahresbericht 2024

Das Freiburger Gesangsfest Tutticanti in Wünnewil im Mai darf zweifelsfrei als Höhepunkt im Vereinsjahr 2024 betrachtet werden. Viel Zeit haben wir in die Vorbereitung der Chorvorträge investiert, was sich auch gelohnt hat. Die Rückmeldung der Jury hat uns gute Arbeit attestiert, sowohl an der Auswahl der gesungenen Werke wie auch an der Ausführung. Die Darbietung wurde von den Experten als sehr schön und erfreulich aufgenommen.

Für den gemeinsamen Gottesdienst mit allen Cäcilienverbandschören in der Sporthalle in Wünnewil wurde die Messe brève von Léo Delibes neu einstudiert. Dazu ein Lied von Pierre Kaelin „Plus jamais la guerre“ und die Neukomposition « Alles ist Beginn“ von Manfred Jungo. Alle Werke konnten wir gut einüben und mit sicherer Stimme mitsingen. Die Begleitung der Pfarreimusik Wünnewil hat dem Ganzen einen sehr festlichen Anstrich verliehen und bleibt uns allen gewiss in lebhafter Erinnerung.

Die Vorbereitung für Palmsonntag, Karfreitag, Osternacht und Ostern kamen wie gewohnt dazu. An Ostern waren wir sogar bereit, Teile aus der Messe von Léo Delibes zu singen. Mit J.S. Bachs Lied „Vom Tode heut erstanden ist“ besungen wir die gefeierte Auferstehung Jesu an Ostern.

„Singet dem Herrn ein neues Lied“! Dieses Werk von Rudolf Tobias passt wunderbar zu Pfingsten. Dieses etwas andere Lied eines Nordländers liegt uns gut und klingt jeweils sehr frisch. „Jauchzet dem Herren alle Welt, singet, rühmet und lobet“, so kräftig tönt der Schluss.

Die Chorleitung an der Firmung Mitte Juni übernahm Nicole. Zusammen mit der Adorayband wurde dieser Gottesdienst musikalisch gestaltet.

An der ersten Probe nach der Sommerpause haben wir das Programm für den Pilgergottesdienst anfangs September in Obermonten vorbereitet. Das Magnificat „Gross sein lässt meine Seele den Herrn“ als rhythmisches Element durfte auch nicht fehlen und bereitet immer viel Freude bei den Anwesenden.

Die Leitung am Patron hatte Bernadette übernommen. Mit der Mühlauer Singmesse und dem Halleluja von Leonard Cohen gab es diesem Festgottesdienst eine freudige Note.

Carl Rüttis „Peter und Paulmesse“ klang an Allerheiligen im Gottesdienst. Die Totengedenkfeier am Nachmittag wird mir in bester Erinnerung bleiben wegen dem „Nouthra Dona di Maortse“ das wir draussen unter dem Baum sangen. Die Aufführung war ergreifend für den Chor und sowieso für die Leute, die sich im Gedanken an ihre Verstorbenen eingefunden hatten.

Zusammen mit ca 10 Sängern vom Männerchor Heitenried/St. Antoni haben wir an der Kilbi gesungen. Mit Werken von Schubert und dem Tebe Poem war der Festgottesdienst gestaltet.

Das anschliessende Ständchen vorne in der Kirche mit weltlichen Liedern wurde sehr geschätzt und mit viel Applaus verdankt. Es war schön und bereichernd mit einem ergänzten Männerchor singen zu dürfen und dies Religion gemischt. Das ist gelebte Ökumene!

Die Cäciliafeier wurde mit Jacob de Haan’s Missa Brevis gestaltet. Sogar das hübsche Benedictus ertönte während der Kommunion. Für unsere wohlverdienten Sängerinnen, die in diesem Jahr geehrt wurden, sang der Chor „Das Gebet des Sängers“ von Piere Kaelin. Passender geht es nicht mehr.

An Weihnachten hat der Chor nur am Weihnachtstag gesungen. Mit der Missa brevis St. Joannis de Deo und dem Tollite hostias zauberten wir einen festlichen Gesang am Geburtstag von Jesu. Zum Abschluss gab es ein weihnächtliches Ständchen vorne in der Kirche: Mit „Leise, leise in der Nacht“, dem neu gelernten Lied „Silence“, „Tochter Zion, freue dich“ und „Weihnachts-Gesang“, zum Teil von Nicole am Piano begleitet, schenkten wir den Gottesdienst Besuchenden viel Freude und sie bedankten sich sehr herzlich dafür.

Der Chor hat an 7 Beerdigungen gesungen begleitet von Nicole an der Orgel. Bernadette hatte zwei davon geleitet. Es ist schön, dass an Trauerfeiern meistens viele Sängerinnen und Sänger anwesend sind. Singen spendet Trost und schenkt Vertrauen in die Zukunft. Dies ist gerade beim Abschied eines geliebten Menschen sehr wichtig und wird auch immerzu geschätzt und verdankt.

Gerne bedanke ich mich heute:

  • Beim ganzen Vorstand für die gute Zusammenarbeit. Auch der Muko sei gedankt. Sie hat das Programm für unseren Auftritt am Verbandsfest gut ausgelesen.
  • Bei Bernadette für die Leitung von Beerdigungen und einer Probe oder eines liturgischen Einsatzes, wenn ich verhindert bin.
  • Bei Markus, unserem Materialverwalter, der viel Zeit für eine ordentliche Ablage unserer Noten investiert. Die Mäppli sind fein säuberlich angeschrieben und liegen auf den bereits aufgestellten Stühlen. Markus bewahrt uns zum Glück vor einem Chaos im Notensalat.
  • Bei Nicole, die uns immer so kompetent und feinfühlig an der Orgel begleitet. Die sehr angenehme und unkomplizierte Zusammenarbeit schätze ich sehr. Ebenfalls bedanke ich mich für die passend ausgelesene Orgelliteratur, die wir jeweils zu Gehör bekommen. Es ist immer eine wahre Freude.
  • Bei euch, liebe Sängerinnen und Sänger für euer dabei sein im Chor. Ich bin überzeugt, dass liturgische Feiern ohne Musik kaum vorstellbar sind. Text und Musik gehören zusammen und werden gemeinsam zum Erlebnis. Ich bedanke mich bei euch für euren regelmässigen Probebesuch. Nur so können wir effizient arbeiten und gut vorwärts kommen.

Nun sind wir am Erarbeiten der Weihnachtsmusik. Die Komposition ist nicht ganz einfach, jedoch auch für unseren Chor machbar. Es sind die verschobenen Einsätze, an die wir uns gewöhnen müssen. Ich bin froh, dass nun die Übungsdateien zur Verfügung stehen und ihr ab und zu Unterstützung und Sicherheit mit diesen bekommen könnt. Ich freue mich, mit euch dieses Werk vorzubereiten und aufzuführen. Es wird ein Genuss werden!

Singen ist schön, beruhigt und beflügelt zugleich. Das Chorsingen unterstützt die physische und mentale Gesundheit. Die Schwingungen beim Singen erfassen den ganzen Menschen bis in die kleinste Zelle. Das Immunsystem profitiert davon und unser gesellschaftliches Leben wird belebt. Singen ist Lebensfreude pur!

Musik ist die Beschreibung der Welt ohne Worte und Begriffe. Sie ist die Philosophie der Gefühle. (Carl Ludwig Schleich)

14.02.2025/Simone Cotting